|
Landsberg
(löb).
Sie
lassen die ersten Akkorde für
"Homeward Bound" von
der Gitarre und der S&G
Fan kommt heim. Sind wirklich
schon mehr als dreißig
Jahre seit der Zeit vergangen,
als die Hits des legendären
Pop-Duos aus vielen Lautsprechern
tönten? Man glaubt es kaum
und zum Glück gibt es die
"Simon and Garfunkel Revival
Band", die im Foyer des
Landsberger Stadttheaters gastierte
und mit den Hits der Amerikaner
begeisterte.
Die
Kleinkunstbühne S'Maximilianeum
hatte für ihre November-Veranstaltung
einen Leckerbissen als Köder
ausgelegt. Jede Menge Zuhörer
aus Landsberg und Umgebung bissen
an, das Foyer war restlos ausverkauft.
Man war gespannt; würde
die Simon and Garfunkel Revival
Band alias Thomas Heinke und
Michael Frank die Erwartungen
erfüllen, die da sind harmonische
Musik, gute Texte, der zündende
Funke?
Es ist den sympathischen Erfurtern
mit hervorragender Bühnenpräsenz
gelungen. "Homeward Bound"
führte die Zuhörer
mühelos zurück in
die Sechziger Jahre, in dieses
Lebensgefühl "gemeinsam
schaffen wir es". Der Grundstock
war gelegt, willig folgte man
dem Kondor, der seine einsamen
Runden dreht, träumte mit
einem New Yorker Jungen, lebte
und litt mit "The Boxer".
Die Menge wogte im eingängigen
Rhythmus mit, spätestens
beim fliegenden Händler,
|
der
nur ein Ziel kennt, den Kunden
zufrieden zu stellen, kam
Leben auch in Hände und
Beine, es wurde gestampft
und geklatscht. Für "Cecilia"
das Prachtweib legte Michael
Frank sogar seine Gitarre
zur Seite und verdrosch in
Ermangelung eines Frauenpos
eine große Trommel.
Im zweiten Teil des Abends
war neben weiteren Klassikern
auch in Europa weniger Bekanntes
von Paul Simon zu hören.
Ergriffen lauschten die Anwesenden
Liedern aus dem Album "Graceland",
begeisterten sich wie Paul
Simon für südamerikanisches
Lebensgefühl bei Stücken
aus "The Rhythm of Things".
Man spürte an dem Abend,
dass es nicht allein um Klasse
ging, die Heinke und Frank
zur Genüge im Gepäck
hatten. Es ging auch um diese
völlige Harmonie von
Musik und Text, die S&G,
später Paul Simon allein,
immer zu eigen war. "Bye-bye
Love", so einfach war
es für die Simon and
Garfunkel Revival Band natürlich
nicht wegzukommen aus dem
Foyer, als stürmisch
geforderte Zugaben zeigten
die beiden Musiker mit Eigenkompositionen,
dass sie mehr drauf haben
als das bloße Nachspielen,
dass sie sich durchaus messen
können mit ihren großen
Vorbildern.
Das traditionelle Weihnachtsbrettl
der Klein-kunstbühne
S'Maximilianeum am 14. Dezember,
heuer mit Liederjan, ist bereits
ausverkauft.
Für die erste Veranstaltung
im neuen Jahr gibt es noch
Karten. Matching Ties kommen
am 25. Januar 2004 mit viel
irischer Musik im Gepäck
nach Landsberg.
|