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15.02.2004  LES DERHOS'N "Voll unter die Goethelinie"

Gut gefüllt, wenn auch nicht proppenvoll - so ist's halt in unserer kleinen Bühne, wenn am Tag zuvor schon eine weitere Kabarettveranstaltung in Landsberg war... An den "Les Derhos'n" lags ganz gewiss nicht, mit einem klasse Programm und viel Spielfreude begeisterten die "Hos'n" unser Publikum im Foyer. Und wie immer: nachfolgend der Bericht aus der Presse.

"Landsberger Tagblatt" vom 17.02.2004

Sprachwitz und lästerliche Gedanken
Les Derhos'n bei der Kleinkunstbühne S'Maximilianeum

Landsberg (löb).
Ein paar mehr Zuschauer hätten sie verdient gehabt, Michaila, Michi und Martin von den Les Derhos'n, die mit ihrem aktuellen Programm "Voll unter die Goethelinie" in der Landsberger Kleinkunstbühne S'Maximilia-neum im Foyer des Stadttheaters gastierten. Mit im Gepäck hatten sie zwei furiose Stunden voller Sprachwitz und lästerlicher Gedanken.

Zunächst allerdings wird der Rahmen des Programms festgelegt, das Revier abgesteckt - mit einem leuchtend roten Nagler vom Baumarkt. Alles, was nicht in den Rahmen passt, nageln die Les Derhos'n einfach an die Wand. Den Steinway und Nachbars Dackel. Dann kann der (rabenschwarze) Spaß starten, mit Goethezitaten zur klassischen Kultur erhoben.

Giftpfeile

"Es ist der Mensch für die Freiheit doch geboren." Dieses Zitat nehmen sich die drei Akteure zu Herzen und alles aufs Korn, was es ihrer Meinung nach verdient. Gereimt und ungereimt, gesprochen oder in Musik verpackt sind die Giftpfeile und die vielen Lacher im aufgeschlossenen Publikum beweisen, dass es lauter Volltreffer sind, die da von der Bühne abgeschossen werden. Es wird gerappt und i ooooooo

gerockt, nicht einmal vor Opernarien machen die drei Ms halt. Schauspielerei, Pantomime, es gibt kaum etwas, was sie nicht beherrschen. Genauso vielseitig werden die Musikinstrumente und sonstigen Gerätschaften eingesetzt, der Kontrabass fungiert zwischendurch als Westerngaul, der Nagler ist ein ziemlich echtes Schießeisen. Geradezu phänomenal ist der Wortwitz, der sich durch das ganze Programm zieht. "Leichen lungern langweilig" in schönster Alliteration im Keller, von wo sie die Michaila einmal im Jahr rausholt und "setz sie um den Mittagstisch und mach an Leichnschmaus". Oder der Begriff Heimat, die da ist "wo dr Baur as Hei mahd."

Offen für alles

Wie man mit deutschen Ortsnamen ein ganzes Drama auf die Bühne bringt, auch das führen die Les Derhos'n eindrucksvoll vor. Und sie haben ganz offensichtlich selber Spaß -dabei, das Publikum soll da nicht außen vor bleiben, es wird fast bei jeder Nummer mit einbezogen. Offen für alles, beteiligen sich die Zuhörer sehr schnell am Programm, gehen auf fast jede Bemerkung ein. Fazit: ein nachdenklich-hintergründiger Abend, bei dem auch laut losgelacht werden durfte.

"LES DERHOS'N" in Landsberg

 


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