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18.04.2004  LUISE KINSEHER "SCHNOP - der Weg ist weg"

Luise Kinseher als Künstler-"Stammgast" der Kleinkunstbühne zu bezeichnen ist - auch nach ihrem zweiten Besuch bei uns - etwas verfrüht. Aber sie ist auf dem allerbesten Weg dazu und sicherlich nicht das letzte mal bei uns gewesen! Volles Haus, begeistertes Publikum und ein rundum zufriedener Veranstalter. Luise Kinsehers neues Programm hat im Herbst Premiere (leider nicht bei uns...) aber sie kommt bestimmt damit auch nach Landsberg. Hier die Pressekritik:

"Landsberger Tagblatt " vom 22.04.2004

Blick in die Abgründe
Luise Kinseher sucht den Kontakt mit dem Publikum

Landsberg(löb).
"Es is wichtig, dass ma woaß wer ma is, was ma is, wo ma is, woran ma is." Wie recht sie hat, die Luise Kinseher, die mit ihrem Programm "SCHNOP- der Weg ist weg" bei der Landsberger Kleinkunstbühne s'Maximilianeum im Foyer des Stadttheaters gastierte. Ein hartes Schicksal hat Luise Kinseher, die Niederbayerin dereinst ereilt. Bereits als Zwölfjährige musste sie in den Schüleraustausch und "is nimmer z'rucktauschtworn".

Das erzählt sie den Zuhörern im gut gefüllten Foyer und nimmt sie mit auf ihre Suche nach dem kleinen Kaff, das mal ihre Heimat war. Und wo sie überall landet: in der Wüste und im aberwitzig großen, begehbaren Kleiderschrank, im Abfluss und gar in Hamburg. Mit im Gepäck der immer hilfreiche Chemiebaukasten mit SCHNOP, das ist Schwefel, Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Phosphor.
  In die richtige Mischung gebracht, rettet dieser Kasten über alle Unwirtlichkeiten hinweg, braut ein Bier oder strickt einen Pullover. Luise Kinseher lebt ihr Programm. Ihre Reise durch das Universum oder auch nur durch Bayern ist absurdes Theater, manchmal derb, hart an der Grenze des Erträglichen, dabei jedoch immer mit dem Funken


Wahrheit, den man in der Regel nicht sehen will. Exzellente Gestik und Mimik begleiten die Worte, drücken mehr aus, als die Sprache es könnte. Meist bringt erst der passende Gesichtsausdruck die treffsichere Pointe. Kein Zweifel, die Kinseher ist eine große Schauspielerin, sie kokettiert blickreich mit ihren eben ausgesprochenen Sätzen
.Ständiger Kontakt
Was sie braucht, wodurch ihr Programm erst lebendig wird, das ist der ständige Kontakt zum Publikum, ein interaktives Spiel. Der Landsberger allerdings ist von zurückhaltender Natur, er öffnet sich sehr vorsichtig. Vielleicht ist das der Grund, weshalb erst nach der Pause das Programm so richtig in Schwung kam und die Suche nach dem Weg intensiver und ausführlicher fortgesetzt wurde. Ja, andere Leute machen sich's leicht: "die kaufen sich an Hund und sag'n such!". Alles in allem war es ein tiefsinnig-vergnüglicher Abend mit einem Jahrmarkt der Eitelkeiten und dem - manchmal schmerzhaften - Blick in die eigenen Abgründe. Wie hat Luise Kinseher doch selbst gesagt? "Z'wider bist ma net!" Die nächste Veranstaltung der Landsberger Kleinkunstbühne s'Maximilianeum ist am 16. Mai um 20 Uhr im Foyer des Stadttheaters. Rolf Miller stellt dann kategorisch fest "Der Spaß ist voll".

 
Luise Kinseher "SCHNOP - der Weg ist weg"

 


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