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16.05.2004  ROLF MILLER "Der Spaß ist voll"

"Bekannt aus Funk und Fernsehen..." - das hört und liest man immer wieder - und hier stimmt es sogar einmal. Viele Rolf-Miller-Fans haben sich eingefunden und das Foyer war gut gefüllt mit einem von Anfang an hoch amüsierten Publikum. Und nachdem Rolf Miller derzeit an einem neuen Programm arbeitet wird er sicherlich auch wieder einmal Gast bei uns in der Kleinkunstbühne sein... Hier die Pressekritik unserer Veranstaltung:

"Landsberger Tagblatt " vom 20.05.2004

Philosophische Einsichten eines allwissenden Tieffliegers
Kabarettist Rolf Miller gibt beim Auftritt im
"S'Maximilianeum" den impertinenten Ignoranten

Landsberg (löb).
Da hockt er auf der Bühne, selbstgefällig die Arme hinter dem Kopf verschränkt, und vereinigt alle unsäglichen Zeitgenossen in sich, die einen auf Partys und Festen der letzten fünf Jahre genervt haben. Der feine Unterschied: man ist im Zuschauerraum in Sicherheit und kann genießen, ja sogar herzhaft über das lachen, was der Rolf Miller im Foyer des Landsberger Stadttheaters alles von sich gibt.

"Der Spaß ist voll" war das Programm betitelt, das der Odenwälder Kabarettist zur jüngsten Veranstaltung der Kleinkunstbühne S'Maximi-lianeum mitgebracht hatte. Rolf Miller hat den Spaß zum Überlaufen gebracht und die Lacher von Anfang an auf seiner Seite. Vielleicht auch, weil einem das alles so bekannt vorkam. Man geht zu einem Fest, man erwartet nette Leute zu treffen, und dann das: irgend so ein Hornochse belabert einen Stunden über Stunden.

Genau so einen mimte Rolf Miller. Er steht oder sitzt da, bastelt seine verbalen Tiefflieger, reiht genüsslich Worte und Kunstpausen aneinander. Er ist ein impertinenter Ignorant, der glaubt, über alles Bescheid zu wissen, dabei nicht fähig, einen vernünftigen Satz, ja nicht einmal drei Wörter am

Stück von sich zugeben. Floskeln, Redewendungen werden wahllos bunt gemischt und mit überzeugend vorgeschobenem Kinn ausgespuckt. Das "muss man sich auf der Zunge vorstellen", wie "der Ding" sein Geld "verbrasst" und "im Endeffekt", "wie sagt ma - ja und...".

So philosophiert sich Rolf Miller allwissend durchs Leben. Der Fasching und die Liebe, Arbeit und Frauen, Studenten und Frauenbewegungen werden besprochen, sein rabenschwarzer Humor wandert mühelos auch über Leichen.

"Brauch ich ein Problem?" Wozu denn, die sind eh nicht zu lösen, der Rolf Miller sieht sie deshalb nicht und das ewige "ja wenn, ja wenn"-Gefrage beantwortet er mit einem unerwarteten Gedankenblitz. "Ja wenn die Katze ein Pferd wäre, könnte man mit ihr die Bäume hinaufreiten." Den stürmischen Applaus beantwortet Rolf Miller im Sinne des Programms: "ja - und - jetzt -..."

Letzte Veranstaltung der Landsberger Kleinkunstbühne S'Maximilianeum in dieser Saison ist am Sonntag, 20. Juni um 20 Uhr, wie immer im Foyer des Stadttheaters. Das Kabarett Calamorce blickt dann in die Abgründe des Lebens mit "Deifi, Deifi oder Das Mittel zwickt den Heiligen".

 
Rolf Miller

 


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