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20.06.2004  KABARETT CALAMORCE "Deifi, Deifi oder Das Mittel zwickt den Heiligen"

Und schon wieder sind wir am Ende unserer Saison angelangt. Und: leider haben wir als "Konkurenz" die Formel 1 und die Fussball-Europameisterschaft - aber trotzdem füllt sich das Foyer! Und: Das Kabarett Calamorce spielt sich die Gesichtsmuskeln wund (könnte man denken, bei diesen Mimikkünsten...) und es ist ein wunderschöner Saison-Abschluß. Und: die Presse war da uns hat folgendes geschrieben:

"Landsberger Tagblatt " vom 24.06.2004

Mit schwarzem Humor
Kabarett Calamorce im Foyer des Stadttheaters

Landsberg (löb).
Bayrisch-Abstruses, ab und zu ein wenig schwarz oder auch esoterisch angehaucht, gab es zum Abschluss der Saison bei der Landsberger Kleinkunstbühne s'Maximilianeum im Foyer des Stadttheaters. Das Schlusslicht "Kabarett Calamorce" sorgte mit seinem Programm "Deifi, Deift oder Das Mittel zwickt den Heiligen" dafür, dass der Zug des Lebens nicht allzu sehr in himmlische Sphären aufsteigt, sondern schön brav oder besser böse den Kontakt zu den höllischen Gefilden hält.

Urbayrischer Minimalismus gleich zu Beginn: "Is er oder war er?" Mit einer Hand voll Wörtern haben Ute Kalmer und Stefan Reitsam alias Kabarett Calamorce geradezu philosophische Betrachtungen angestellt, ohne natürlich auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Genauso endete auch ihr Programm. "I woas, wos du moanst."

In Rage geredet

Auch mit diesen wenigen Worten hat das Duo sich gegenseitig in Rage geredet, und das nur durch Vertauschen. Dazwischen durften die Zuhörer im locker besetzten Foyer gemeinsam mit den Akteuren in oft nur allzu bekannte Abgründe schauen, das Diabolische im ganz normalen Leben entdecken, von dem man immer wieder ausgebremst wird.

Da wäre mal das Risiko, das einen überall anspringt, und wenn man es vermeiden will, bleibt eigentlich nur noch ein "Ruhe in Frieden". Der Teufel persönlich verspricht "eine neue Ausstrahlung" - nichts wie her damit, der Mensch braucht Veränderung. Und wenn das nicht hilft, dann geht's ab zum Wellnesstrommel-kurs in Thailand, oder aber in die Problemlöseshow. Ist Schwimmen wirklich so gesund, wie es immer propagiert wird? Könnte, sollte, müsste man nicht? Was ist schöner als das Fliegen mit einem "endkrass-geil-höllischem Fluggerät"?
Das Kabarett Calamorce bescherte allen, die sich nicht von Fußball und Formel eins abhalten ließen, einen Abend mit Tiefgang. Herrliche Mimik, besonders von Ute Kalmer, und die irrsinnigsten Verkleidungen unterstrichen den sprachlichen Minimalismus derart, dass einem nichts abging.
Dazu sangen die Beiden mit und ohne Ziach hinreißend, es war Kabarett für alle Sinne. Das Schlusslicht der Saison bei s'Maximilianeum, so viel steht fest, war noch mal ein Highlight. Das neue Programm der Kleinkunstbühne e.V. kommt in etwa zwei Wochen heraus, hat deren Vorsitzender Christian Knöferl verraten.
Mit dabei, so war zu hören, sind wieder "Ganz Schön Feist", die Supertruppe aus Norddeutschland; außerdem soll es, als Neuerung, ein Sommerbrettl, bei schönem Wetter im Theatergarten geben.

Kabarett CALAMORCE - Bild (Pressekritik)

 


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