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19.12.2004  S'WEIHNACHTSBRETTL mit Dr. G. Holzheimer & Duo Schwanzer/Völk

Alle Jahre wieder kommt die Weihnachtszeit - und damit auch das S'Maximilianeum S'Weihnachtsbrettl: Dieses Jahr zu Gast waren der Autor Dr. Gerd Holzheimer und das Landsberger Duo Schwanzer/Völk - eine starke Kombination, die Drei. Und natürlich war es wie alle Jahre ausverkauft. Ein wunderschöner Abend - meint nicht nur die Presse...
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Eine kleine Anmerkung darf erlaubt sein: Entgegen der Meinung der Presse (siehe unten) gab es dieses Jahr leider KEINEN Original S'MAX-Orangenpunsch... Die neuen Wirte des Foyer haben's uns einfach nicht erlaubt, diesen auszuschenken. Schade - es ging doch all die letzten Jahre und hat doch soooo gut geschmeckt ;-)

"Landsberg Tagblatt " vom 23.12.2004

Erwartungsfrohe Musik
S'Maximilianeum und das Weihnachtsbrettl

Landsberg (löb). Der Kleinkunstbühne S'Maximilianeum gelang im voll besetzten Foyer des Stadttheaters hinreißend, was in den ver-gangenen Wochen in vielen Veranstaltungen mehr oder weniger erfolgreich praktiziert wurde: Eine wunderbare Einstimmung auf Weihnachten mit erwartungsfroher Musik und heiter-besinnlichen Texten.

Der Münchner Turmschreiber Dr. Gerd Holzheimer las aus seinen Werken, für die musikalische Umrahmung sorgten Carolin Völk und Hans-Günter Schwanzer. Alle Jahre wieder: Kerzen sorgen für romantische Beleuchtung, mit Weihnachtsplätzchen prall gefüllte Teller sind nicht nur eine Sünde wert und der unvergleichliche Duft nach dampfendem Orangenpunsch verbreitet sich im Foyer des Stadttheaters. Das "Weihnachtsbrettl" von S'Maximilianeum hat vielleicht auch aufgrund dieses schmückenden Beiwerks mittlerweile so etwas wie Kultstatus erreicht und ist Jahr für Jahr ein Garant für dicht gedrängte Zuschauerreihen. Wenn dann auch noch die Künstler stimmig sind wie im jüngsten Brettl, dann kann bis zum nur noch wenige Tage entfernten Weihnachten ja nichts mehr schiefgehen.
Den Auftakt machten Carolin Völk (Klavier) und Hans-Günter Schwanzer (Trompete) mit festlicher Musik des Eresinger Komponisten Kaspar Ett. Als literarischen Einstieg in den Abend gab's eine Weihnachtsgeschichte von Dr. Holzheimer, kindlich geheimnisvoll mit Engelserscheinungen und für den Tag typischen Vater-Sohn-Gesprächen und "prophylaktischem Stirnrunzeln".

Es folgten Betrachtungen zu Engeln oder bairisch "Engerln", der Hölle und dem Jüngsten Tag mit dem gleichnamigen Gericht. Holzheimers Ausführungen zu dem Rubensgemälde "Das Jüngste Gericht" offenbarten ihn als einen visuellen Typ, der Kleinigkeiten und scheinbar Unscheinbares sieht und in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen stellt.

Weitere Stärke

Eine weitere Stärke liegt in seiner Wortgewalt, die sich in immer neuen Schöpfungen Bahn bricht. So ist beispielsweise vom "Selbstzerlegungsritual" die Rede, wenn beim Schnablerrennen in Gaißach wieder mal alle Schlitten zu Bruch gehen. Der "Weißwurstlordsiegelbewahrer" achtet auf die strenge Einhaltung der Zeit, was die Verzehrbedingungen für das bayrische Schmankerl angeht. Sogar kleine Spitzen werden verteilt, alles in Maßen und nur in Bayern, allenfalls den Österreichern vergönnt man noch derlei bayrisches Granteln. "Avantgardistische Kunst besteht in der Konfrontation mit dem Nichts" befindet Dr. Holzheimer über das Lothar Günter Buchheim Museum und lamentiert der Vergangenheit nach "im Chaos war's schöner".
Und immer wieder dazwischen eingestreut waren klangliche Leckerbissen vom sehr gut aufeinander eingespielten Duo Schwanzer/Völk. Rhythmisch exakt und hoch musikalisch begaben sie sich mit dem Publikum auf eine Reise durch mehrere Jahrhunderte und halb Europa.

 
S'MAX S'WEIHNACHTSBRETTL 2004

 


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