Landsberg
Stoppok - dieser Name stand am Sonntag im "SMaximilianeum"
für gute Musik im Stil von Folk, Blues und Rock
sowie für gute Unterhaltung mit bissigen Kommentaren.
Zwei Jahre zuvor waren es Stoppok & Worthy, die
schon einmal die Bühne des S'Maximilianeums betraten.
An diesem Abend stand Stoppok alleine auf der Bühne
- nur er und seine Musik.
Bereits
eine halbe Stunde vor Beginn seines Akustik-Konzertes
war das Foyer des Landsberger Stadttheaters gut gefüllt
und es waren nur noch Sitzplätze in den hintersten
Reihen oder auf der Treppe zu bekommen. Als Stoppok
die Bühne betrat, wurde er mit dem zu Beginn üblichen
Applaus für einen Künstler empfangen. Als
er jedoch die Bühne nach seinem fast dreistündigen
Auftritt wieder verließ, war es tosender Beifall,
der ihn noch zu zwei Zugaben veranlasste. Die Stimmung
unter seinen Zuhörern war während des Konzertes
immer mehr gestiegen. Zum Einstand gab es mit dem Song
"Fan von" ein etwas älteres Lied von
der 1999 erschienenen CD "La'La'Land". Jedoch
hatte er dieses nicht einfach so von seiner CD übernommen,
sondern als genialer Gitarrenspieler auf Blues-Art zum
Besten gegeben.
Viel
Applaus
Mit
seinen überaus bissigen und teilweise auch nachdenklichen
Liedtexten erreichte er zu jeder Zeit
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sein
Publikum. Mit dem Song "Ärger" ging es
dann in eine fast 40-minütige Pause. Nach Ende
dieser Pause begründete Stoppock - bissig wie immer
- die Länge von nahezu 40 Minuten mit den weiten
Wegen im Stadttheater. Mit "Scheiße am Schuh"
begann dann der zweite Teil so unterhaltsam, wie der
erste geendet hatte. Bei diesem Lied zeigte Stoppok,
zu was er mit einer Gitarre fähig ist und legte
ein furioses Solo ein, das mit viel Applaus honoriert
wurde und jeden begeisterte.
Auch zeigte er, dass er nicht nur mit einer Gitarre,
sondern auch mit einem Banjo perfekt umgehen kann. Dabei
erklärte er dem schmunzelnden und immer mehr begeisterten
Publikum, dass praktisch jeder sein nun folgendes Lied
mit dem Banjo begleiten könne, da es ganz einfach
zu spielen sei.
Mit einem Satz gesagt: Stefan Stoppok ist der singende
Michael Mittermeier seiner Zunft.
Und mit seinen mittlerweile 17 Alben und unzähligen
Live-Auftritten hat er auch schon längst genug
Erfahrung, um sein Publikum immer wieder mit einzubinden.
Dies gelang ihm im Übrigen immer wieder genauso
glänzend, wie das Stimmen bzw. Verstimmen seiner
Gitarre. Mit dem Lied "Learning By Burning",
beendete er mit einem ironischen Beitrag zur Pädagogik
alleinerziehender Mütter den Abend. Wer an diesem
Abend noch kein Fan von Stefan Stoppok war, ist es aber
mit Sicherheit nach diesem genialen Auftritt geworden.
Michael
Ros-Eichhorn
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