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Landsberg
(löb).
"Alle
werden eingeschlossen und müssen mitmachen!"
Nach dieser Androhung machte Frank Astor gleich einige
"eingezogene Köpfe" in den ersten Reihen
aus. Manch einer der Zuschauer im voll besetzten Foyer
des Landsberger Stadttheaters mag sich in der Tat ein
wenig gewundert haben. Kabarett oder Lebensbewältigungsseminar?
Die Lösung kam vom Agierenden auf der Bühne:
Es ist beides und nennt sich "Seminarkabarett".
"Love
it - Change it - Leave it". Diese drei Möglichkeiten
sind nach Meinung von Frank Astor wohl mit die Besten,
wenn es darum geht, mit Problemen aller Art fertig zu
werden, um das Leben genießen zu können.
Aber es soll auch sie geben: Diese ewig Miesmachenden,
mit finsterer Miene Einherkommenden. Für sie hatte
der Kabarettist "20 Methoden sein Leben zu verplempern"
dabei und breitete diese genüsslich aus, mal sanft
ironisch und introvertiert philosophierend, mal als
"Großgruppencoaching" unter Einbeziehung
des Publikums.
An
einer großen Tafel wurde das Gesprochene schriftlich
vertieft, wie in Seminaren eben üblich. Die gängige
Kleingruppenarbfcit ließ Astor unter den Tisch fallen,
denn "dafür haben Sie zu wenig Eintritt bezahlt".
Er begnügte sich mit einem "Summback" als
Meinungsabfrage. Wie also verplempert man sein Leben?
Das kleine "don't" vor die eingangs erwähnten
drei Möglichkeiten gesetzt - und schon
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klappt
es vorzüglich. Sich immer wieder über dasselbe
Problem aufregen, die Sammlung von unnötigen Gegenständen
in Haus oder Wohnung um Gotteswillen nicht auflösen,
an den Unwirtlichkeiten des Lebens festhalten. Und der
Möglichkeiten sind es weitere, schier unendlich
viele, die Frank Astor ausgemacht hat. Verständnis
für alles, nie genug kriegen, kontrollieren, sabotieren:
"Sage mir was ich tun soll, und ich weiß,
was ich zu sabotieren habe."
Oder
der "Fusselblick", der bei allem Schönen
immer nur das Haar in der Suppe sieht. Als Feedback
wird zwischendurch ein Summback gefordert, bei dem Astor
mit schlafwandlerischer Sicherheit Selbstbetrüger
entlarvt und die Dunkelziffer abschätzt. Mit melancholisch-depressiven
Liedern aus dem Jammertal der ewig Unzufriedenen outet
sich Astor zudem als Gitarrist und Sänger. Ebenso
präsentiert er sich als begnadeter Imitator von
Persönlichkeiten, sowohl stimmlich als auch gedanklich
und gefühlsmäßig.
Abschließend
werden alle Methoden im Schnelldurchlauf noch mal geprobt,
ganz so wie in einem richtigen Seminar eben und wie
es Frank Astor als Persönlichkeitsentwickler, der
er im realen Leben ist, mit Selbstständigen und
Führungskräften trainiert. Und wer's dann
immer noch nicht kapiert hat, für den gab's den
diskreten Hinweis zwischendurch "auf meine Homepage"
mit den unendlich vielen Links, um vermutlich das eben
Gehörte anzuwenden und weitere Zeit genüsslich
zu verplempern.
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