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13.03.2005  FRANK ASTOR "20 Methoden sein Leben zu verplempern"

War sie nun auch "verplempert" - die Zeit, welche unsere Gäste im Foyer verbrachten? Es waren eine Menge Gäste, gerade soviel, wie wir Sitzplätze anbieten können (inkl. Treppe...) Natürlich war nichts "verplempert" - es sei denn, man bezeichnet einen äußerst vergnüglichen Kleinkunst-(Seminar-)Abend so. Aber das tun wir nicht - und auch die Presse nicht: Das konnte man also lesen...

"Landsberger Tagblatt " vom 16.03.2005

Ewige Miesmacher
Frank Astor zeigt, wie man sein Leben verplempert

Landsberg (löb).

"Alle werden eingeschlossen und müssen mitmachen!" Nach dieser Androhung machte Frank Astor gleich einige "eingezogene Köpfe" in den ersten Reihen aus. Manch einer der Zuschauer im voll besetzten Foyer des Landsberger Stadttheaters mag sich in der Tat ein wenig gewundert haben. Kabarett oder Lebensbewältigungsseminar? Die Lösung kam vom Agierenden auf der Bühne: Es ist beides und nennt sich "Seminarkabarett".

"Love it - Change it - Leave it". Diese drei Möglichkeiten sind nach Meinung von Frank Astor wohl mit die Besten, wenn es darum geht, mit Problemen aller Art fertig zu werden, um das Leben genießen zu können. Aber es soll auch sie geben: Diese ewig Miesmachenden, mit finsterer Miene Einherkommenden. Für sie hatte der Kabarettist "20 Methoden sein Leben zu verplempern" dabei und breitete diese genüsslich aus, mal sanft ironisch und introvertiert philosophierend, mal als "Großgruppencoaching" unter Einbeziehung des Publikums.

An einer großen Tafel wurde das Gesprochene schriftlich vertieft, wie in Seminaren eben üblich. Die gängige Kleingruppenarbfcit ließ Astor unter den Tisch fallen, denn "dafür haben Sie zu wenig Eintritt bezahlt". Er begnügte sich mit einem "Summback" als Meinungsabfrage. Wie also verplempert man sein Leben? Das kleine "don't" vor die eingangs erwähnten drei  Möglichkeiten  gesetzt - und  schon

 

 

klappt es vorzüglich. Sich immer wieder über dasselbe Problem aufregen, die Sammlung von unnötigen Gegenständen in Haus oder Wohnung um Gotteswillen nicht auflösen, an den Unwirtlichkeiten des Lebens festhalten. Und der Möglichkeiten sind es weitere, schier unendlich viele, die Frank Astor ausgemacht hat. Verständnis für alles, nie genug kriegen, kontrollieren, sabotieren: "Sage mir was ich tun soll, und ich weiß, was ich zu sabotieren habe."

Oder der "Fusselblick", der bei allem Schönen immer nur das Haar in der Suppe sieht. Als Feedback wird zwischendurch ein Summback gefordert, bei dem Astor mit schlafwandlerischer Sicherheit Selbstbetrüger entlarvt und die Dunkelziffer abschätzt. Mit melancholisch-depressiven Liedern aus dem Jammertal der ewig Unzufriedenen outet sich Astor zudem als Gitarrist und Sänger. Ebenso präsentiert er sich als begnadeter Imitator von Persönlichkeiten, sowohl stimmlich als auch gedanklich und gefühlsmäßig.

Abschließend werden alle Methoden im Schnelldurchlauf noch mal geprobt, ganz so wie in einem richtigen Seminar eben und wie es Frank Astor als Persönlichkeitsentwickler, der er im realen Leben ist, mit Selbstständigen und Führungskräften trainiert. Und wer's dann immer noch nicht kapiert hat, für den gab's den diskreten Hinweis zwischendurch "auf meine Homepage" mit den unendlich vielen Links, um vermutlich das eben Gehörte anzuwenden und weitere Zeit genüsslich zu verplempern.

 
FRANK ASTOR (Pressekritik)

 


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